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  • Modernisierung des Kletter- und Boulderzentrums Thalkirchen!

    In der alpinwelt 1/2020 ist auf den Seiten 8-9 ein gekürztes Interview mit dem amtierenden Oberbürgermeister Dieter Reiter sowie den OB-Kandidatinnen Katrin Habenschaden und Kristina Frank abgedruckt. Hier könnt Ihr das vollständige Interview nachlesen:

    Die Modernisierung des DAV Kletter- und Boulderzentrums München-Süd in Thalkirchen ist uns ein echtes Herzensanliegen! Auf der Fläche der 30 Jahre alten, kaum mehr genutzten Betonfreianlage wollen wir eine moderne, zweistöckige Boulderhalle errichten. Zudem wollen wir die gesamte Anlage barrierefrei gestalten und auf nachhaltiges Energiemanagement umstellen. Für alle Kletter-Begeisterten in München wäre unser Projekt ein enormer Gewinn – doch leider geriet der Genehmigungsprozess im Juni 2019 ins Stocken: Die Lokalbaukommission (LBK) kündigte trotz anderslautender Signale im Vorfeld an, das Vorhaben nicht zu genehmigen. Daraufhin zogen wir den Bauantrag zurück und starteten eine Aufklärungskampagne, um mehr Unterstützer für das Vorhaben zu gewinnen. Lesen Sie hier, was seitdem passiert ist:

    Online-Petition / Postkartenaktion

    Die Online-Petition #BoulderStattBeton war ein voller Erfolg: Über 10.500 Unterschriften, davon 6.800 Münchner und ca. 3.000 aus dem direkten Umfeld der Halle wurden gesammelt. Zudem gingen Tausende Unterstützungs-Postkarten an Oberbürgermeister Dieter Reiter.

    Politische Unterstützung

    Sowohl Katrin Habenschaden, OB-Kandidatin der Grünen, als auch Kristina Frank, OB-Kandidatin der CSU, sagten ihre Unterstützung gemeinsam mit ihren Fraktionen im Münchner Stadtrat zu. Auch OB Reiter von der SPD bekundete seine Sympathie für das Projekt und zeigte sich zuversichtlich, dass für Ende 2019 anberaumte Gespräche zwischen der LBK und uns bald zu einer Lösung führen würden.

    Neue Gespräche

    Seit Mitte November 2019 sind wir wieder in intensivem Austausch mit der LBK und diversen politischen Parteien und Gremien, um weitere Überzeugungsarbeit für unser Konzept und unsere Vision einer modernen Boulderhalle in Thalkirchen zu leisten. Einen Kompromiss zu finden, der allen Interessen gerecht wird, erweist sich nach wie vor als eine große Herausforderung. Das gegenseitige Verständnis allerdings ist gewachsen – genauso wie der Wille, eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten gut leben können.

    Wie geht´s weiter?

    Im Dezember 2019 haben wir den OB und die OB-Kandidatinnen befragt (siehe Interview unten). Seitdem hat sich bereits einiges getan: Wir sind sehr erfreut darüber, dass in den vergangenen Tagen – dank großer Unterstützung aller Stadtratsfraktionen, der OB- Kandidatinnen der Grünen und der CSU und des Oberbürgermeisters Herrn Reiter von der SPD – wohl ein Kompromiss bei den Verhandlungen erzielt werden konnte. Nach intensiven Diskussionen mit der LBK als Vermittler erklärte sich der Trägerverein bereit, die ursprünglich geplante Größe der Modernisierungsmaßnahme auf ein aus sportfachlichen Gesichtspunkten heraus gerade noch erträgliches Maß zu reduzieren und somit den vom Bezirksausschuss 6 Sendling vorgetragenen Belangen weitentgegenzukommen. Durch die überarbeitete Planung wird es keinerlei Eingriffe in den nördlichen Grünbestand der Bezirkssportanlage geben. Ebenso erfolgt keine neue Flächenversiegelung und auch kein Eingriff in die Frischluftschneise. Abgerundet wird die überarbeitete Planung durch ein angepasstes Verkehrs- und Parkraummanagement. Dieses umfasst u.a. die Anmietung weiterer Parkplätze bei einem benachbarten Verein, zusätzliche Angebote für Radfahrer, die Ablösung städtischer Stellplätze sowie die Einbindung in die von der Stadt geplante öffentliche Parkraumbewirtschaftung.

    Wie stehen die OB-Kandidatinnen von Grünen und CSU und der OB zu unserem Projekt?

    Frage: München rühmt sich, eine Kletter- und Bergsteigerhauptstadt zu sein. Haben Sie einen persönlichen Bezug zu den Bergen und zum Kletter- oder Bergsport?

    Dieter Reiter

    Ich gehe sehr gern in die Berge zum Wandern oder Radfahren, das ist der beste Ausgleich zum hektischen Alltag. Ich würde gerne öfters in die Berge gehen, nur leider bleibt meist nicht viel Zeit dafür. Die Kletterer bewundere ich für ihren Mut, ihre Ausdauer, Konzentration und faszinierende Körperbeherrschung. Für mich ist das eher nichts, das hält mich aber nicht davon ab, gerne zuzuschauen.

     

    Kristina Frank

    Als Münchner Kindl habe ich schon als kleines Mädchen angefangen, überall herumzukraxeln, wenn mich meine Eltern mit in die Berge genommen haben. Je älter ich wurde, desto anspruchsvoller wurden meine eigenen Touren. Nicht nur die heimischen Berge ziehen mich dabei magisch an, es zieht mich überall auf der Welt in die Höhe, etwa auf den Mount Kinabalu auf Borneo oder ins Annapurna Basecamp in Nepal. Das waren wunderschöne Touren mit Sonnenaufgängen, aber auch Temperaturen, die ich nie vergessen werde.

    Ich mache gern viel Sport, um körperlich und mental frisch zu sein. Da sind Ausflüge in die Berge immer eine wunderbare Gelegenheit, die Schönheit der Alpen zu genießen und Kraft zu tanken. Egal, ob zur Skitour, zum Klettern oder zum Mountainbiken. Nirgendwo kriegt man besser den Kopf frei!

    Natürlich bin ich auch schon lange Mitglied im Alpenverein. Das ist für mich als Münchnerin Ehrensache.

     

    Katrin Habenschaden

    Tatsächlich bin ich ein sehr großer Bergsportfan – die Nähe zu den Bergen ist auch ein wichtiger Grund, warum München seit bald 20 Jahren meine Heimat ist. Mein Vater ist Sportlehrer – mein Bewegungsdrang wurde mir so quasi in die Wiege gelegt. Am schönsten waren schon damals die Wochenend-Ausflüge in die Berge. Da ich gebürtige Nürnbergerin bin, kenne ich die Fränkische Schweiz als Klettergebiet genauso gut wie jetzt die Bayerischen Alpen für meine Bergtouren. Auch deshalb bringe ich heute als ausgebildete Wald- und Wildnispädagogin Kindern und Jugendlichen den respektvollen Umgang mit der Natur nahe. Und auch persönlich treibt es mich noch immer bei jeder Gelegenheit auf den nächsten Gipfel. Ob mit meiner Familie im Allgäu oder wie im letzten Sommer auf den Fernwanderwegen im Piemont – überall gibt es wirklich wunderbare Routen zu erkunden! Oft packe ich einfach meine sieben Sachen und ziehe alleine los: Dann kann ich abseits des Alltagstrubels mal wieder richtig durchatmen und hole mir die nötige Energie – auch für den kommenden Kommunalwahlkampf.


    Frage: Die alte Betonfreianlage in Thalkirchen wurde bereits vor 30 Jahren errichtet, ist aus sportlicher Sicht veraltet und bedarf dringend einer Modernisierung. Wie stehen Sie grundsätzlich zu dem Projekt?

    Kristina Frank

    Ich befürworte die Modernisierung nachdrücklich und habe mich öffentlich auch bereits so geäußert. Wir können nicht immer behaupten, dass München Sportstadt ist und dann alles irgendwie immer nur auf den Fußball fokussieren. Ob Breiten-, Spitzen- oder Freizeitsport: München ist viel mehr. Deswegen setze ich mich auch weiterhin dafür ein, dass die Kletteranlage in Thalkirchen endlich modernisiert wird. Dabei gilt es aber, die Bedürfnisse der Anwohner v. a. beim Parken im Blick zu haben und dafür zu sorgen, dass am besten mehr begrünt wird, als derzeit versiegelt ist.

     

    Katrin Habenschaden

    Wir Grüne im Stadtrat haben uns als Erste hinter die Modernisierungspläne gestellt. Von einem Vor-Ort-Besuch im letzten Jahr weiß ich, dass die Anlage wirklich alles andere als zeitgemäß ist. Entscheidend für unsere Unterstützung war der gut durchdachte Projektentwurf, der viele Punkte aufgreift, die uns Grünen sehr wichtig sind. Die Umbaumaßnahmen sollen den familienfreundlichen Breitensport stärken, die gesamte Anlage barrierefrei und behindertengerecht ausgebaut werden und ein nachhaltiges Energiemanagement eingeführt werden. Zudem ist es für uns maßgeblich, dass zum Großteil bereits versiegelte Flächen genutzt und alle Umwelteingriffe erst geprüft und dann ausreichend kompensiert werden – beispielsweise dürfen gerne danach mehr Bäume auf dem Gelände stehen, als das jetzt der Fall ist. Bouldern ist zudem generationenübergreifende Trendsportart, die auch vermehrt im Rahmen von physischen und psychischen Therapiemaßnahmen genutzt wird. Die Nachfrage nach einem ausreichenden Angebot in der Stadt ist dementsprechend sehr hoch. Mit einer Modernisierung der Thalkirchener Anlage würden wir die Angebotslücke in diesem Stadtbereich mit der aktuellen Planung mehr als zufriedenstellend schließen.

     

    Dieter Reiter

    Zu dieser und den weiteren Fragen hat uns OB Reiter insgesamt auf sein Zitat anlässlich der 150-Jahr-Feier des DAV verwiesen:

    „Ich würde mich freuen, wenn da etwas entsteht, was uns in München aber auch in der Region insgesamt weiterhilft und den Sport, das Klettern, in dieser Stadt noch besser möglich macht. Es muss deshalb gelingen, einen guten Kompromiss zwischen den Anwohnerinnen und Anwohnern und den Kletterbegeisterten zu finden.“


    Frage: Der Sport und besonders die Sportvereine in München liegen der Stadt und allen Stadtratsparteien sehr am Herzen – und die Herausforderungen im Zusammenhang mit unserem Projekt erscheinen, bei etwas guten Willens aller Beteiligten, durchaus lösbar. Wie erklären Sie es sich, dass die geplante Modernisierung in der Boulder- und Kletteranlage in Thalkirchen und damit auch deren ökologischerer und inklusiverer Betrieb nun dennoch seit Monaten ausgebremst und blockiert wird?

    Dieter Reiter

    Siehe oben

     

    Kristina Frank

    Da kann ich nur spekulieren. Im Grunde müssen Sie diese Frage denjenigen stellen, die das Projekt seit Wochen und Monaten blockieren – also insbesondere der SPD inklusive dem Oberbürgermeister.

     

    Katrin Habenschaden

    Ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass der Prozess weiterhin so zäh verläuft. Denn von den mehr als 10.000 Menschen, die an der Online-Petition pro Modernisierung teilgenommen haben, waren mehr als 3000 direkte Anwohner*innen. Ein Rückhalt in der Bevölkerung ist also durchaus gegeben. Zudem hatten sich nach unserer Initiative ja auch die Stadtratsfraktionen der CSU und der SPD positiv geäußert. Auch Oberbürgermeister Reiter hatte im Herbst verkündet, dass alle beteiligten Akteure zeitnah eine Lösung herbeiführen sollen. Davon habe ich bislang aber nichts mehr gehört. Ich hoffe sehr, dass es auch nach den Wahlen parteiübergreifend noch wirkliches Interesse an der Umsetzung des Projekts gibt.


    Frage: Wenn Sie bei der Kommunalwahl im März 2020 zur Oberbürgermeisterin bzw. zum Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München gewählt werden: Was werden Sie dafür tun, dass die Modernisierung der Boulder- und Kletteranlage in Thalkirchen bald umgesetzt werden kann und somit die Zukunft unseres Vereins und das sportliche Zuhause zahlreicher MünchnerInnen jeden Alters, Geschlechts, Profession, körperlicher Fähigkeiten gesichert ist?

    Katrin Habenschaden

    Sollten wir bis dahin noch keine Lösung haben, würde ich den festgefahrenen Prozess wieder in Schwung bringen und alle Beteiligten an einen Runden Tisch einladen, um endlich eine tragfähige Lösung zu erarbeiten. Das schließt selbstverständlich auch den aktuell kritisch eingestellten Bezirksausschuss mit ein. Meiner Überzeugung nach lassen sich viele vermeintlich festgefahrene Situationen durch einen kompromissbereiten, aufrichtigen Austausch zwischen allen Beteiligten auflösen. Eine Option könnte hier der Ausbau der öffentlichen Anbindung seitens der Stadt sein, um die bald beginnende Parkraumbepreisung vor Ort sinnvoll zu ergänzen und so der Sorge vor steigendem Autoverkehr zu begegnen. Meine Fraktion und ich persönlich werden uns auf jeden Fall weiterhin dafür einsetzen, dass die Modernisierung zu für alle Seiten akzeptablen Bedingungen umgesetzt wird.

     

    Kristina Frank

    Bereits jetzt mache ich mich in meinem Amt als Kommunalreferentin und Stadtministerin für die Belange des DAV in München stark. Zum Beispiel konnte unter meiner Leitung an einem Runden Tisch gemeinsam mit allen Beteiligten endlich die lang ausstehende Vertragserweiterung zur bestehenden Kletterhalle abgeschlossen und ein angemessener Erbbauzins gefunden werden. Ein Problem, dass zuvor jahrelang ungelöst war.

    Auch in Zukunft werde ich mich als ehemalige sportpolitische Sprecherin meiner Fraktion mit Verve für die Projekte einsetzen, die mir für München am Herzen liegen. Dazu zählt es auch, die Boulder- und Kletteranlage in Thalkirchen fit für die Zukunft zu machen. Auch dazu bedarf es Gesprächen mit allen Beteiligten, gemeinsam, an einem Tisch, um so als Stadtverwaltung Hilfestellung zu leisten, statt unnötig Steine in den Weg zu legen.

     

    Dieter Reiter

    Siehe oben

     

    Fotos:
    OB Dieter Reiter – Foto von Michael Nagy / Presseamt LHM
    Kristina Frank – Foto von Robert Haas