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  • Natur pur - bei uns

    Dienstag, 12. Mai, 2015

    An unserem Wiesenhang hinter der Klimmzugstange und Co haben wir bereits 2014 begonnen das Experiment Natur pur ins Leben zu rufen. Das bedeutet, dass dieses Stück Wiese seit dem Frühjahr 2014 sich selbst überlassen wird. Es wird nicht mehr gemäht und auch nicht gärtnerisch behandelt. Wir werden beobachten wieviele Wildkräuter und Insekten sich mit der Zeit hier einfinden werden.

    Die interessantesten Neuankömmlinge werden wir photographieren und an dieser Stelle vorstellen. Diesbezüglich nehmen wir auch gerne Hinweise und Fotos von Eurer Seite an.

    Viel Spaß beim Beobachten der Natur pur mitten in der Stadt!

    Ein paar besondere Pflanzen aus unserem Wildhang

    WildhyzinthenWildhyazinthe
    Die Wildhyazinthe ist ein Mitglied der Familie der Spargelgewächse, welches im Frühjahr blüht. Die Wildhyazinthe ist ein enger Verwandter der hier auf diesem Hang ebenfalls wachsenden

    TraubenhyazintheTraubenhyazinthe
    Wie die Wildhyazinthe zählt sie zu den Spargelgewächsen. Sie ist eigentlich ein Neophyth. Ein Neophyth ist eine Pflanze, die ursprünglich nicht in unseren Breiten heimisch war. Aus dem Mittelmeerraum kommend, wurde so rund um 1600 nördlich der Alpen die Traubenhyazinthe als Zierpflanze in Gärten angepflanzt. Nach und nach erkämpfte sie sich dann als sogenannter Gartenflüchtling ihren Platz in der freien Natur. Auch wenn sie streng genommen keine heimische Pflanze ist, steht sie heute in Deutschland auf der roten Liste, ist also geschützt.

    KnoblauchraukeKnoblauchsrauke
    Die Knoblauchsrauke gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist somit eine Verwandte des Broccoli und aller anderen Kohlgewächse, wie auch der Radieschen, des Meerrettichs und vielen anderen Nahrungspfanzen. Als „schöne“ Verwandte soll hier noch die Levkojen, die gerne in Bauerngärten angepflanzt werden, genannt sein.
    Die Knoblauchsrauke lockt nicht nur Bienen und Schmetterlinge mit ihrem Nektar an, sondern ist auch neben dem Wiesenschaumkraut die Futterpflanze für die Raupem des Aurorafalters.

    Die Knoblauchsrauke schmeckt, wie der Name bereits anzeigt, leicht nach Knoblauch und wurde daher traditionell als Gewürzpflanze verwendet. Auch in der Volksmedizin wurde sie genutzt. Ihre Wirkstoffe sind antiseptisch, leicht harntreibend und schleimlösend.

    StorchenschnabelStorchenschnabel
    Der Storchenschnabel ist ein naher Verwandter der Geranie. Die Familie der Storchenschnabelartigen umfaßt bis zu 430 verschiedene Arten. Er wird gerne in der Heilkunde verwendet und zwar vor allen Dingen die Blätter, auch das Kraut genannt. Die im Storchenschnabel enthaltenen Gerb-und Bitterstoffe, sowie das Geraniin und ätherische Öle werden gerne bei Haut-und Verdauungsproblemen abgewandt. Auch zur Ankurbelung des Stoffwechsels wird der Storchenschnabel in Tees gerne verwendet.

    LabkrautWiesenlabkraut
    Das Wiesenlabkraut gehört zur Familie der Rötegewächse wie auch zum Beispiel der Waldmeister und das echte Labkraut. Aus den Wurzeln der Rötegewächse wurde früher roter Farbstoff zum Färben gewonnen, daher der Name der Familie. Der zweite Name leitet sich aus der Käsegewinnung ab, da Labkräuter anstelle von Kälberlab eingesetzt wurde. Die Spitzen des Labkrautes werden gerne in der Wildkräuterküche in Salaten oder kurz angeschwitzt als Gemüse genossen.
    In der Naturheilkunde wird das Labkraut entweder äußerlich als Umschlag oder Bad verwendet. Als Tee wirkt es harntreibend und krampflösend.

    echter Nelkenwurz1Echter Nelkenwurz
    Die Echte Nelkenwurz ist ein Mitglied der Familie der Rosengewächse und somit mit der Rose, aber auch zum Beipsiel dem Apfel und Himbeeren verwandt.
    Im Volksmund wird es auch Benediktenkraut genannt und dem Hl. Bendiktm zugesprochen. Seit langem wird es als Heilkraut angewandt. Ihm werden adstringierende, fiebersenkende, verdauungsfördernde, und wundheilende Wirkungen zugesprochen. Es schmeckt leicht bitter, doch zusätzlich zu den Bitterstoffen enthält es auch Vitamin C, Glykoside und Gerbstoffe. Für ewinige Nachtfalterarten, wie der Waldschatteneule, ist der Echte Nelkenwurz die Futterpfanze der Raupen.

    Rotklee 2Rotklee
    Der Rot- oder auch Wiesenklee ist ein Vertreter der Schmetterlingsblütler und daher auch eine Hülsenfrucht wie die Bohne. In Europa wird er seit rund 1000 Jahre als eiweißreiche Futterpflanze für das Vieh verwendet. Da er im Boden Stickstoff bindet wird er auch gerne als Zwischensaat verwendet. In der Heilkunde wird Rotklee auf Grund seiner Phytoöstrogene gerne bei Wechselbeschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen angewendet. Gerne auch bereits vorbeugend. Ebenso wird Rotklee in der Volksmedizin gegen Gicht und Rheuma eingenommen.

    waldziestWaldziest
    Der Waldziest gehört zur Familie der Lippenblütler und ist dadurch ein Verwandter der Taubnessel und des Dosts, aber auch des Wiesensalbeis. Waldziest wird gerne in der Naturküche verwendet. Die Blätter als Spinat, und da sie leicht pilzartig schmecken, werden sie getrocknet gerne Pilzgerichten zur Unterstützung des Geschmackes beigemengt. Die Wurzeln – auch Spargel des armen Mannes genannt – werden entweder gekocht, oder aber auch getrocknet, dann gemahlen und als Mehlersatz und zum Eindicken von Saucen verwendet. Der Geschmack der Wurzeln erinnert entfernt an Blumenkohl.

     

     

    Desweiteren Gefleckter Aronstab und Kaukasischer Beinwell.

    Bald geht es hier weiter 🙂

    Gefleckter AronstabKaukasischer Beinwell