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  • Bodennah Sichern

    Donnerstag, 19. Oktober, 2017

    Wer hat es nicht selber schon mal erlebt oder zumindest beobachtet, dass ein ins Seil Stürzender knapp vor dem Boden oder in Gesichtsnähe des Sichernden zum Stoppen kommt, und das obwohl der Kletternde bereits beim 5. Haken war. Laut einer DAV Studie geschahen in den letzten beiden Jahren fast die Hälfte der Kletterhallenunfälle im „bodennahen“ Bereich. Und dies sogar bis zum 7. Haken!

    Worauf deshalb beim Sichern und Klettern besonders zu achten ist, hat Jörg Helfrich für einen informativen DAV-Artikel zusammen getragen:

    • Sturzraum freihalten! Material weg von der Wand, Seilsack seitlich hinter dem Sichernden.
    • Spotten? Wer’s mag und wer’s kann – nach Absprache und bei heiklen Einstiegen.
    • Standposition des Sichernden für die ersten Clips vor dem Losklettern besprechen. Ideal ist nah an der Wand und leicht seitlich (max. 1 m x 1 m), nicht direkt unter dem Kletternden – und in aktionsbereiter Schrittstellung in Richtung zur ersten Exe.
    • „Wenn’s los geht, geht’s los!“ Konzentration, sobald der Boden verlassen ist!
    • Kein Schlappseil – nur so viel Seil wie wirklich nötig. Evtl. schnelles Seilhandling durch geringes Vor- und Zurückgehen (ein Schritt).
    • „Angemessen dynamisches“ Sichern in Bodennähe: Optimalerweise zuerst Seil verkürzen, dann mit Sturzzug „mitgehen“.
    • Sicherungsbrille erst aufsetzen, wenn die Grounderzone verlassen ist, damit man ohne „Knick in der Optik“ präzise timen kann.
    • Im Vorstieg bei den ersten Clips das Seil nicht zwischen den Beinen führen, sondern seitlich zwischen Körper und Hakenlinie.
    • Clippen aus stabiler Position und im Clippfenster (Raum zwischen Hüfte und Stirn, etwa doppelte Schulterbreite).

    Auszug aus dem DAV-Artikel „Bodennah sichern und klettern“; Illustration: Georg Sojer/DAV