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  • Klettern mit jungen Geflüchteten

    Bereits im Jahr 2010 startete Klettertrainerin Nina Neumann das Projekt „Sofortmaßnahme zur psychischen Stabilisierung und Bewegungsförderung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in München- Erlebnispädagogisches Klettern“ .

    Dadurch konnten Jugendliche aus der Erstaufnahmeeinrichtung in der Baierbrunnerstrasse einmal wöchentlich in Zusammenarbeit mit einer Psychologin von REFUGIO und Ninas Trainernetzwerk in der Kletterhalle Thalkirchen das Klettern und Bouldern ausprobieren.

    Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leiden unter multiplen Belastungen: den Nachwirkungen traumatisierender Erfahrungen im Heimatland und auf der Flucht; ein schwebendes Asylverfahren- oft verbunden mit jahrelanger Ungewissheit und der ständigen Angst vor Abschiebung, mangelnden Sprachkenntnissen und den Herausforderungen des Akkulturationsprozesses (Schule, Ausbildung, Freundschaft, Freizeit, Kultur).
    Die Klettergruppen dienen als stabilisierende Sofortmaßnahme zur psychischen Erstversorgung der Geflüchteten.
 Folgende Ziele werden damit verfolgt:

    • Ausleben des Bewegungsdranges und Nutzung der motorischen Ressourcen
    • Förderung der Team- und Vertrauensbildung durch „Halten und Gehalten 
werden“
    • Sensibilisierung der eigenen Wahrnehmung für Körper, Gedanken und 
Gefühle, so dass die Fähigkeit der Impulskontrolle erhöht wird
    • Entgegenwirken des Abdriftens in die Vergangenheit durch die extreme 
Gegenwartsbezogenheit beim Klettern
    • Motivation für Jugendliche mit depressiven Symptomen, da das Klettern einen 
erhöhten Aufforderungscharakter hat
    • Identifikationsangebot und Orientierungspunkt durch den Gruppenkontext für 
die Jugendlichen in der Fremde
    • Erwerb von Deutschkenntnissen auf spielerische Art: Begriffe aus der 
Kletterwelt sowie Spiele mit Worten an der Boulderwand

    SchlaU-Schule goes Kletter- & Boulderzentrum Thalkirchen

    Seit 2013 kooperieren Nina Neumann und ihr Team mit der SchlaU-Schule. Sie ermöglichen den Schülern der Schlau Schule, dass jede Klasse 3 x an einem Vormittag zum klettern kommt.

    Zitate der SchülerInnen:

    • „was…? 3 Stunden sind schon um, kann Schule nicht auch so sein?“
    • „wie kann ich besser werden?“
    • „endlich habe ich wieder gut geschlafen…!“
    • „ Deutsch sollte immer mit Spielen gelernt werden“

    Die teilnehmenden SchülerInnen, die -wie viele Jugendliche- oft unausgeschlafen und auch durchaus unmotiviert die Kletterhalle betreten, können sich in den überwiegenden Fällen begeistern, zu klettern oder auch nur zu sichern.
 Ein anderer Teil möchte auch nach 3 Stunden intensiven Sportelns noch weitermachen.

    Durch das Klettern können die Jugendlichen sich neu in der Gruppe kennen lernen und auch andere Fähigkeiten der Mitschüler entdecken. Sich spüren, Ablenkung von der nicht immer leichten Situation des Alltags und auch Sicherheit erfahren und Sicherheit geben, das alles entdecken die Jugendlichen im Klettern. Klettern ist eben mehr als nur Sport.

    Erstaufnahmeeinrichtung Osram im Kletter- & Boulderzentrum Thalkirchen

    Als 2015 in das Osram-Gebäude am Candidplatz 800 geflüchtete Männer und Familien zogen, initiierte Nina Neumann das Kletterangebot für die Bewohner dieser Unterkunft im KBM. Nach einigen Berührungsängsten der Bewohner waren 5-12 junge Männer regelmäßig beim klettern in der Halle dabei und motivierten auch immer wieder andere Bewohner, es auszuprobieren. Ehrenamtliche HelferInnen aus dem KBM unterstützten Nina beim Sichern der Jugendlichen und förderten den Spracherwerb der Teilnehmenden während des gemeinsamen kletterns.
    Durch die Kombination aus Bewegung und Lernen, fällt es vielen Menschen leichter, sich deutsch zu artikulieren und neue Wörter zu lernen und zu vertiefen.
    Hieraus entstand dann unter der Federführung von Nina Neumann das Fach „Sport & Sprache“ in der SchlaU-Schule, wo in einer Turnhalle bewegt Wörter und Grammatik erlernt werden. Für die Fortführung dieses Faches wird momentan eine Anschlussfinanzierung benötigt.

    Was kann ich tun, um den Spracherwerb und dadurch die Integration geflüchteter Menschen zu fördern? Infos hier.